Das HVB Forum hat viele Facetten, die zu beschreiben an dieser Stelle nur bedingt die Wirkung wiedergeben kann, die Sie bei einem persönlichen Besuch oder direkt bei der Veranstaltung spüren. Damit Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen können, haben wir hier einige Informationen bereitgestellt und laden Sie direkt zu einer digitalen Besichtigungstour ein.
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Die Europäer sind sich heute näher als im ausgehenden 19. Jahrhundert, der Zeit, in der unser Gebäude erbaut wurde. Menschen aus den unterschiedlichsten Kulturen kommunizieren nun ganz selbstverständlich miteinander, teilen Ideen, Pläne und Visionen. Im Herzen dieses zusammenwachsenden Europas liegt München. Und im Zentrum Münchens liegt das HVB Forum.

Über 100 Jahre lang drehte sich alles in der Kardinal-Faulhaber-Straße 1 um das liebe Geld. Das verraten schon die Namen der jeweiligen Besitzer: Aus der Königlich Baierischen Bank wurde die Bayerische Staatsbank, aus dieser die Bayerische Vereinsbank und schließlich die HypoVereinsbank. Jetzt - unter dem neuen Namen HVB Forum - erwacht das prachtvolle Gebäude zu einem zweiten, öffentlichen Leben. Nicht nur große Konferenzen und kleine Besprechungen, sondern auch rauschende Feste, Konzerte unter freiem Himmel und außergewöhnliche Event-Konzepte finden hier ihren Platz. Gemeinsam mit bis zu 1.200 Gästen.

Modern ist vieles im HVB Forum: die Architektur, die Technik, die Nutzung, die Art der Begegnung. Aber natürlich auch die Kunst, die nicht zufällig in das Gebäude fand. Die zeitgenössischen Werke drehen sich um die Themen "Mensch" und "Begegnung" und funktionieren so wie geheimnisvolle Spiegel, die abstrakt reflektieren, was vor ihren Leinwänden und Formen tatsächlich geschieht. Zumeist handelt es sich um eigens für das HVB Forum entwickelte Arbeiten namhafter Künstler aus ganz Europa. Sie finden diese zum Beispiel im Kleinen Atrium, in der Lounge oder im Tiefparterre. Im HVB Kunstpalais wechseln die Ausstellungen, folgen aber dennoch dem definierten Konzept. So bleibt die Kunst frisch und das Auge wach.

Schon die Entstehung des Bauwerks im Jahre 1893 liefert den Stoff für eine aktuelle Anekdote: Der Architekt Albert Schmid orientierte sich seinerzeit bei der Gestaltung seiner neobarocken Fassade am damaligen nord-italienischen Stil, recht weitsichtig also. Wie auch 1995 der Auftrag an die beiden italienischen Architekten Guido Canali und Gilberto Botti, das Haus ins Heute zu holen. Als die beiden Gestalter antraten, fanden sie einen verschachtelten Komplex, der weder zeitgemäß noch besonders ansprechend war. Kein Wunder, denn nach der teilweisen Zerstörung des Gebäudes im letzten Krieg wurde immer wieder umgebaut.

Canali und Botti entschieden sich für eine ebenso behutsame wie radikale Erneuerung: Sie definierten die architektonischen Wurzeln des Baus und sicherten diese. Dazu zählen die komplette Fassade oder zahlreiche Elemente im Inneren wie zum Beispiel die Säulen des Großen Atriums oder der Eingang zum früheren Tresorraum. Sie erwiesen auch Albert Schmid - ihrem Vorgänger am Bau - die Ehre und erhielten Teile des damals ersten Stahlskelettbaus in Bayern, einer für die damalige Zeit höchst fortschrittlichen Technologie. Zugleich wurde das Bauwerk völlig entkernt und von innen heraus neu aufgebaut. Nur so ließ sich die neueste Gebäude- und Event-Technik nahezu unsichtbar integrieren, also die Tradition mit der Moderne in Einklang bringen.